Tahiti und ihre Inseln
Französich Polynesien. Von Tahiti bis Bora Bora. Alles was ihr über das Inselparadies in der Südsee wissen müsst steht hier im Artikel.
Landeskunde
Französisch Polynesien liegt etwa 17.000 km von Europa entfernt im Herzen der Südsee und besteht aus insgesamt 118 Inseln und Atollen. Diese erstrecken sich über ein Meeresgebiet von 4 Millionen qkm, was ungefähr der Fläche Westeuropas entspricht. Die Fläche aller Inseln und Atolle zusammengefügt wäre nicht viel größer als Mallorca.
Die 118 Inseln verteilen sich auf fünf unterschiedliche Archipele:
Gesellschaftsinseln
Tuamotu-Archipel
Marquesas-Inseln
Austral-Inseln
Gambier-Inseln
Die nördlichsten Inseln liegen auf etwa 5° südlicher Breite, die südlichsten auf etwa 23° südlicher Breite. Von diesem zu Frankreich gehörenden Überseeterritorium kennt man oft nur die legendären Inseln Tahiti (Archipel der Gesellschaftsinseln, Inseln über dem Wind) und Bora Bora (Inseln unter dem Wind). Doch jeder Archipel besitzt einen ganz eigenen Charakter in Abhängigkeit von Unterschieden bezüglich Geographischer Lage, Klima, Geologie, Wirtschaft und Kultur.
Geschichte
Nach einer heute allgemein anerkannten Theorie kamen die ersten Polynesier, die vor ungefähr 2000 Jahren in großer Zahl die Pazifikinseln besiedelten, aus Südostasien. Die Boote dieser kühnen Seeleute, die gute Kenntnisse über Wind, Strömungen und Sterne besaßen, waren Doppelpirogen aus Holz und geflochtenen Fasern. Ihre Reise gen Osten führte sie zwischen 500 v.Chr. und 500 n.Chr. zu den Inselgruppen in der Mitte des Pazifiks (Cook, Tahiti und die anderen Gesellschaftsinseln), wo sie sich niederließen.
Die Folge dieser großen Migrationswelle, die um 1000 n.Chr. ausklang, war die Entstehung des „polynesischen Dreiecks“ zwischen Hawaii (im Norden), der Osterinsel (im Osten) und Neuseeland (im Südwesten).
Die auf diesen verschiedenen Inseln gesprochenen Sprachen stammen alle vom Ma’ohi ab, was den gemeinsamen Ursprung der Bevölkerungen belegt. Im 16. Jahrhundert legte Magellan und später Mendana an den Tuamotu- und Marquesas-Inseln an. Doch als offizieller europäischer Entdecker Tahitis gilt bis heute der Brite Samuel Wallis, der die Insel 1767 erreichte. Im darauffolgenden Jahr taufte sie der Franzose Antoine de Bougainville auf den Namen „Neu-Kythera“. 1769 landete dann der Brite James Cook auf Tahiti und erklärte die Gesellschaftsinseln zum Besitz der britischen Krone. Zu dieser Zeit umfasste die Inselgruppe die Herrschaftsgebiete mehrerer Häuptlinge und Könige, die an eine einheitliche, polynesische Kosmogonie mit mehreren Gottheiten glaubten. Nach und nach verbreiteten evangelische und katholische Missionare den christlichen Glauben, und 1797 gelang es einem Häuptling, mit Hilfe von Europäern die Vorherrschaft zu erlangen und die Dynastie „Pomare“ zu begründen.
Im Laufe der beiden Weltkriege kämpften zahlreiche Bewohner der Inseln an der Seite der Franzosen, und Tahiti schloss sich im letzten Krieg den französischen Widerstandstruppen der „France Libre“ an.
1958 wurde aus den Etablissements Français d’Océanie (EFO – Französische Niederlassungen in Ozeanien) Französisch- Polynesien.
In den sechziger Jahren vollzog sich eine Wende in der Geschichte der Insel Tahiti, die in kürzester Zeit einen Sprung in die Modernität machte. Die Einrichtung des Centre d’Expérimentation du Pacifique (CEP – Pazifik-Versuchszentrum) im Jahre 1963 zog zahllose Bewohner anderer Inseln an, die erstmals die Vorzüge und Nachteile der Konsumgesellschaft entdeckten. Zahlreiche Firmen wurden gegründet, der Dienstleistungssektor expandierte, und der Lebensstandard stieg.
Politik
Auf dem Weg zur erweiterten Autonomie
Als französisches Überseegebiet erhielt Französisch-Polynesien 1977 die Verwaltungsautonomie, die 1984 in den Status der internen Selbstverwaltung umgewandelt wurde. Dabei wurden die Kompetenzen zwischen dem französischen Staat und dem Territorium aufgeteilt. Dem Staat und seiner lokalen Vertreterin, der Hohen Kommissarin (Anne Bouquet, seit Juli 2004), unterstellt sind Staatsangehörigkeit, Währung, Justiz, Polizei, Strafrecht, Verteidigung und internationale Beziehungen. Das Territorium entscheidet in allen anderen Bereichen (Schulwesen, Gesundheit, Wirtschaft usw.).
Im Rahmen der französischen Verfassungsreform von Ende 2002 wurde die Autonomie Französisch-Polynesiens verfassungsrechtlich festgelegt und der Weg zu einer Ausweiterung der internen Selbstverwaltung geebnet. Ein neuer Status, basierend auf einer polynesischen Gebietsversammlung mit erweiterter Entscheidungsgewalt, wird derzeit im französischen Parlament diskutiert. Kurzfristig werden Tahiti und ihre Inseln damit größere Autonomie erhalten.
Ein starkes Präsidialsystem unter Regierungschef Gaston Flosse
Seit 1984 verfügt Französisch-Polynesien über eine Regierung unter der Leitung eines gewählten Vertreters. Ernannt von der Polynesischen Gebietsversammlung (Abgeordnete aus den Archipelen), die für die Verabschiedung der lokalen Gesetze und Bestimmungen zuständig ist, übt der Regierungschef zusammen mit den von ihm ernannten Ministern die Exekutivgewalt aus.
Als dritte Institution kann der Rat für Wirtschaft, Sozialwesen und Kultur, zusammengesetzt aus Vertretern professioneller Verbände, Gewerkschaften und Vereine, vom Präsident mit einer Stellungnahme befasst werden oder sich selbst zu den wichtigen gesellschaftlichen Themen äußern.
Die Gemeinden Tahitis und ihrer Inseln sind nach wie vor dem Staat unterstellt, doch eine derzeit laufende Reform wird ihnen, aller Voraussicht nach, dieselbe Autonomie geben wie den Gemeinden Frankreichs.
Nach 20 Jahren unter der Regierung von Gaston Flosse wurde am 4. März 2005 Oscar Manutahi Temarau zum neuen Präsidenten von Französisch Polynesien gewählt. Neben dem Präsidenten gehören 16 Minister dem neuen Kabinett an.
Geologie
Sämtliche Inseln Französisch-Polynesiens sind vulkanischen Ursprungs. Das unterschiedliche Landschaftsbild der Archipele lässt erkennen, dass die einzelnen Archipele ein unterschiedliches geologisches Alter aufweisen.
Die Marquesas-Inseln – weit im Norden Französisch Polynesiens – sind mit ihrer wilden Landschaft und zum Teil schroffen Steilküsten geologisch sehr jung. Korallenriffe, die sich auf festem Untergrund wie Vulkangestein ansiedeln können, fehlen hier noch völlig.
Der Archipel der Gesellschaftsinseln ist geologisch älter. Die Vulkaninseln sind von Erosion geprägt, die Landschaft erscheint sanfter im Vergleich zu den Marquesas-Inseln. Das Wachstum der Korallenriffe hat hier schon das Stadium der Wallriffe erreicht, die in einiger Entfernung vom Ufer ausgebildet sind. Zwischen Wallriff, in dessen Bereich sich kleine Inselchen, so genannte Motus ausgebildet haben, und Vulkaninsel selbst befindet sich die Lagune, die die Vulkaninsel wie einen Ring umgibt.
Bei den Atollen des Tuamotu-Archipels handelt es sich um mehr oder weniger kreisförmige Korallenriffe, die eine Lagune umschließen, während das Landgebiet vulkanischen Ursprungs völlig fehlt. Dies ist nach Theorie von Charles Darwin darauf zurückzuführen, dass die Vulkane, die an der Stelle der Atolle einst Inseln gebildet haben durch Erosion bis auf den Meeresspiegel abgetragen wurden und allmählich im Ozean verschwunden sind. Währenddessen hat das Riffwachstum kontinuierlich angehalten, und aus einem Wallriff wurde ein Atoll.
Klima
Auf den Inseln und Atollen Französisch Polynesiens herrscht tropisches Klima mit maximaler Sonneneinstrahlung vor. Auf dem Tuamotu-Archipel gibt es fast 3.000 Sonnenstunden pro Jahr. Die das ganze Jahr über angenehmen Temperaturen entstehen durch die Südostströmung der Passatwinde. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei ca. 27°C, die Wassertemperatur der Lagunen bei etwa 26°C.
Es gibt keine großen Unterschiede das ganze Jahr über. Dennoch unterscheidet man zwei Jahreszeiten: ein heiße, feuchtere, welche von November bis März andauert, und eine angenehm warme, trockenere von April bis Oktober.
Durchschnittstemperaturen:
Januar: 27°C
Februar: 27,1°C
März: 27,4°C
April: 27,1°
Mai: 26,4°C
Juni: 25,2°C
Juli: 24,7°C
August: 24,6°C
September: 25°C
Oktober: 25,6°C
November: 26,3°C
Dezember: 26,6°C
Flora und Fauna
Die üppige Natur und die intensiven, exotischen Düfte, die Seefahrern die Nähe der Inseln bereits von weitem ankündigen, übten schon immer eine magische Anziehungskraft aus. So sprach der Maler Henri Matisse von einem betörenden Duft, „der das Gedächtnis und die Sorgen um die Zukunft auslöscht…“.
Auf diesem fruchtbaren Boden gedeiht einfach alles. Eine der charakteristischsten unter den zahllosen Prachtexemplaren der exotischen Flora ist die Königin der polynesischen Blumen, die reine, fein duftende Gardenienart „Tiare Tahiti“. Sie ziert das Haar der Mädchen und Frauen, wächst in allen Gärten und ist aus keinem Kranz und keiner Blumenkette der Festtage wegzudenken. Überall und das ganze Jahr über entfalten Blüten eine schier grenzenlose, leuchtende Farbpalette. Vom Blutrot der „Opuhi“-Beete, über die grafischen Muster der tausend verschiedenen, vielfarbigen Heliconien oder Paradiesvogelblumen reicht sie bis hin zu den in unzähligen Pastell-Nuancen oder auch in Scharlachrot blühenden Bougainvillea-Hecken oder den Hibiskus-Blütenmeeren. In der lauen Abendluft vermischen sich die starken Aromen des Ylang-Ylang mit den feinen Düften des Frangipanier-Baums oder Jasmins.
Die Bewohner der Marquesas-Inseln wissen die geheimnisvollen Zauberkräfte der Düfte zu nutzen: Sie stellen aromatische Blumensträuße zusammen, und das Monoi Öl, mit dem sie sich einreiben, duftet nach Sandelholz.
Das warme Wasser der Südsee zählt zu den herausragenden Vorzügen von Tahiti und ihrer Inselwelt. Die Meeresfauna ist ebenso vielfältig wie die Geografie der Archipele und ihrer Meeresgründe. Der unablässige Tanz der Schwärme kleiner Schmetterlings-, Engel- und Clownfische, die sich rund um die Korallenriffe tummeln, wird ab und zu von einer Gruppe majestätischer Manta-Rochen begleitet. Und dieses heitere Treiben ist nur der Auftakt zu noch spannenderen Abenteuern: Tauchpartien zwischen Haien, das unvergessliche Schauspiel der Baracuda- Schwärme oder auch eine Begegnung mit gigantischen, eindrucksvollen Walen vor den Küsten der Austral-Inseln.
Bevölkerung
Die Einwohner von Tahiti und ihren Inseln (245.405) bestehen zu 83 % aus Polynesiern, zu 12 % aus Europäern (meistens Franzosen) und zu 5 % aus Chinesen, die gegen Endes des 19. Jahrhundert einwanderten. 75 % der Bevölkerung wohnt auf den Inseln Tahiti und Moorea. In der Haupstadt Papeete und dessen Einzugsbereich leben allein 127.600 Einwohner.
Die Polynesier sind stolz auf ihre Inseln. Ihre Lebensfreude teilen sie gerne mit Besuchern aus aller Welt. Diese Lebensfreude drückt sich nicht nur in ihren eigenen traditionellen Tänzen aus, sondern auch in der Freude an der Musik. Ihre Leidenschaft fürs Meer zeigen die Polynesier beim täglichen Fischen, beim Surfen aber auch beim Rudern in den traditionellen Auslegerkanus, das als Landessport auf allen Archipelen ausgeübt wird.
Die Religion spielt in der polynesischen Gesellschaft eine wichtige Rolle. 45 % aller Polynesier sind Protestanten, 34 % Katholiken und es gibt kleinere Gruppen von Mormonen, den Siebten-Tag-Adventisten. Viele kirchliche Organisationen betreuen Jugendvereine und spielen somit eine wichtige Rolle im sozialen und politischen Leben. Trotz der Modernisierung der heutigen polynesischen Gesellschaft ist die Gastfreundschaft eine lebendige Tradition, die nichts von ihrer Echtheit und Spontanität verloren hat.
Ia Orana, Maeva und Manava lauten die drei Worte, mit denen die Polynesier ihre Gäste begrüßen bzw. willkommen heißen. Ganz im Sinne ihrer legendären Tradition der Gastfreundschaft empfangen sie Fremde mit heiteren, von Gitarren- und Ukulele-Klängen begleiteten Gesängen und mit einem Geschenk in Form einer Tiare-Blume, des subtil duftenden Sinnbilds von Tahiti und ihrer Inselwelt. Als Ausdruck der Freude, neue Menschen kennen zu lernen oder alte Freunde wieder zu sehen, werden die Ankömmlinge mit bunten Blumenkränzen geschmückt. Die Polynesier sind generell stolz auf ihre Inseln und glücklich, dort zu leben.
Und ein wichtiges Wort sollte jeder Besucher Französisch Polynesiens kennen: Mauruuru – das bedeutet Danke auf tahitianisch.
Sprache
Französisch und Tahitianisch sind die beiden offiziellen Sprachen in Französisch Polynesien. In Gegenden, die von Touristen besucht werden, wird häufig Englisch gesprochen.
Hier einige nützliche Ausdrücke auf Tahitianisch – die Einheimischen freuen sich, wenn die Besucher versuchen, ihre Sprache zu sprechen.
Aita – Nein
E – Ja
Mauruuru – Danke
Ia Orana – Guten Tag
Nana – Auf Wiedersehen
Maeva – Willkommen
Maitai? – Wie geht’s?
Wirtschaft
Entwicklung lokaler Ressourcen
Nach dem definitiven Stopp der Atomtests 1996 musste Französisch-Polynesien seine Wirtschaft umstellen, die bis dahin stark von den finanziellen Zuschüssen des Staates abhängig war. Diese Finanzspritzen hatten zum Niedergang traditioneller landschaftlicher Aktivitäten wie Koprah, Kaffee usw. geführt. Frankreich kompensiert die aus der Einstellung der Aktivitäten des Testzentrums entstandenen finanziellen Verluste durch den „Rekonversionsfonds“. Im Rahmen dieser Maßnahme investiert der französische Staat 18 Mrd CFP pro Jahr in die lokale Wirtschaft.
Mit dem erklärten Ziel, ein Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner beizubehalten, das zu den höchsten im südlichen Pazifik zählt (nahezu 2 Mio CFP 2001, d.h. ein Lebensstandard, der vergleichbar ist mit Griechenland, Portugal oder Südkorea), unternahm das Territorium mit sogenannten „Entwicklungsverträgen“ zwischen dem französischen Staat und dem Territorium Anstrengungen zur Entwicklung lokaler Ressourcen in den drei führenden Wirtschaftszweigen Tourismus, Perlenzucht und Fischerei. Ein Prozess, der um so notwendiger erscheint, da die Wirtschaft Tahitis nach wie vor stark von Importen abhängig ist (135,5 Mrd CFP 2001, gegenüber einem Export von 18,7 Mrd CFP).
Tourismus, Perlenzucht, Fischerei: Die drei Stützpfeiler der Wirtschaft Französisch-Polynesiens
Als Traumurlaubsziel zählen Tahiti und ihre Inseln auf den Aufschwung des Tourismus, der sehr vielversprechend wirkt. Erste Ansätze gab es bereits in den 1960er-70er Jahren, im Jahr 2004 kamen 211.893 Besucher nach Französisch Polynesien und ließen den Tourismussektor zur führenden Einkommensquelle Tahitis avancieren (40,3 Mrd CFP im Jahr 2002, vor der Perlenzucht mit 15 Mrd CFP).
Die dritte Stärke Tahitis ist die Fischerei, eine traditionelle Aktivität der Polynesier, die bisher handwerklich bzw. halb industriell betrieben wurde. Deshalb wurde ein umfangreiches Entwicklungsprogramm für die Hochseefischerei gestartet (Einführung einer Tunfischkutter-Flotte), um die Produktion und insbesondere den Export (1,1 Mrd 2002) zu steigern.
2001 verkauften Tahiti und ihre Inseln erstmals landwirtschaftliche Produkte im Wert von über einer Mrd CFP (hauptsächlich Nono, Vanille, Schnittblumen, Monoi). Damit ist diese Sparte fast gleichwertig mit dem Ertrag aus der Fischerei.
Obwohl Polynesien seit 1996 einen konstanten Anstieg seines BIP verzeichnet, unterstützt durch staatliche Zuschüsse (130 Mrd CFP 2001), verzeichnet die Wirtschaft dennoch seit 2001, aufgrund der internationalen Konjunkturflaute, in den zwei Hauptaktivitäten (Tourismus, Perlenzucht) eine deutliche Verlangsamung.
Der CFP-Franc hält sich gut
Der 1949 eingeführte Zentrale Pazifische Franc (CFP) ist nach wie vor die geltende Währung in Französisch Polynesien. Frankreich fixierte den Wechselkurs der vom IEOM (Institut d’Émission d’Outre-Mer) bereit gestellten lokalen Währung auf 1 Euro = 119,33 CFP.
2001 erlebte der Banksektor eine Welle der Umstrukturierung, bei der sämtliche Karten neu gemischt wurden. Drei Geldinstitute sind heute auf diesem Markt tätig: die Banque de Polynésie (Société Générale-Gruppe), die Bank von Tahiti (Caisse d’Épargne-Gruppe) und die Socredo (Territorium und französische Entwicklungsagentur).
Ein Großteil der Polynesier spart – das Sparvolumen wird auf 230 Mrd CFP-Franc (2001) geschätzt – doch lassen sich auch Schulden nicht immer vermeiden. Die Zinssätze für Kredite liegen bei lokalen Banken weitaus höher als in Frankreich (Basiszinssatz 8,1%).
Steuerpolitik
Die Gesamtsteuerlast ist niedriger als in Frankreich, und Investitionen werden im Hinblick auf eine notwendige Wirtschaftsentwicklung unterstützt.
Das Einkommen ist nach wie vor unbesteuert. Es gibt jedoch eine Körperschaftssteuer (zwischen 35 und 45% je nach Nettowert der Sachanlagen und Personalkosten) sowie eine Transaktionssteuer für Nicht-Angestellte (jährliche Gewerbesteuer).
Indirekte Steuern gelten in erster Linie für Importe (Zölle und Einfuhrsteuern 30%, je nach Produkten und Herkunft jedoch variabel) sowie für Waren und Dienstleistungen durch die erst 1998 eingeführte Mehrwertsteuer (6%, 10% bzw. 16% im Jahr 2003).
Außerdem wurden mehrere steuerliche Anreize zur Ankurbelung der Investitionen eingeführt: das Investitionsgesetz (Steuerbefreiungen und Finanzhilfen), das „Flosse-Gesetz“ für lokale Investoren (steuerliche Abzüge, je nach Sektor zwischen 50 und 75% des Projektumfangs), insbesondere im Hotelwesen und Immobiliensektor, sowie das Paul-Gesetz. Dieses gilt nach dem Modell des früheren Pons-Gesetzes für Steuerzahler aus Frankreich, die eine Reihe von Vorteilen genießen: Reduzierung der Körperschaftssteuer in Höhe von 100% der Investitionen für Unternehmen bzw. 50% für natürliche Personen, die der Einkommenssteuer unterworfen sind.
Perlenzucht: Mehrere Tausend Arbeitsplätze
Seit den 1970er Jahren wird die Tahiti-Perle mit Hilfe einer von Japanern entwickelten Zuchttechnik aus schwarzem Perlmutt hergestellt. Die aufgrund ihrer hohen Qualität (Größe, Form, Schattierung, Glanz usw.) gefragte „schwarze Perle“ verzeichnete zwischen 1990 und 2000 einen spektakulären Zuwachs (+ 800 %) und konnte sich als wichtigstes Exportgut Polynesiens durchsetzen (14,2 Mrd CFP 2001).
Mehrere Hundert Perlenfarmen, speziell auf dem Tuamotu-Archipel, sind offiziell registriert und beschäftigen rund 7.000 Personen. Leider verlor die Perle im Verlauf dieses Jahrzehnts gleichzeitig zwei Drittel ihres Werts. Diese Abwertung des Produkts, die für lokale Experten Anlass zur Besorgnis bietet, führte zur Einführung eines „Rettungsplans“: Schaffung eines Ministeriums für Perlenkultur, strengere Reglementierung des Exports und Vertriebs (ca. 200 Schmuckgeschäfte sind betroffen) und Einfrieren der Gründung von neuen Farmen durch den „Kaiser der schwarzen Perle“ Robert Wan, der 50% der Marktanteile hält.
Kunst und Kultur
Eine unglaublich faszinierende Kultur erwartet Sie auf Ihrer Tour durch Französisch Polynesien. Die Kultur spielt in Französisch Polynesien ein große Rolle und ist eng verbunden mit den lebendigen Traditionen.
Der Besuch einer traditionellen Tanzveranstaltung sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Der Rhythmus der Trommeln, Gitarren und Ukulele, der ausdrucksvolle tahitianische Tanz, die lebendige Maori-Kunst des Tätowierens, die Herstellung kunsthandwerklicher Gegenstände wie Schnitzereien aus Holz, Stein, Korallen, Knochen und Perlmutt oder auch Flechtwerk – all dies ist fester Bestandteil der gelebten Kultur.
Die Kunst Französisch Polynesiens wird außerdem geprägt von den Werken des Malers Paul Gauguin, der durch seine Bilder, die polynesische Südseeschönheiten darstellen, auf der ganzen Welt berühmt wurde.
Und der ein oder andere Besucher ist auch schon mit einem exotischen Tattoo von seiner Reise zurückgekehrt….
Tanz
Ausdrucksstärke und Anmut, symbolträchtige Gestik und überaus schöne Kostüme und Blumenkränze sind die besonderen Merkmale der Tahiti-Tänze. Sie sind keine bloßen Touristenveranstaltungen, sondern lebendige Volkskultur und stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl.
Den Höhepunkt bildet der „Heiva i Tahiti“ (Julifeier), bei dem Wettbewerbe zwischen zahlreichen Tanzgruppen veranstaltet werden. Einige Truppen treten heute sogar auf internationalen Bühnen auf, was von ihrer künstlerischen Vitalität zeugt.
Genau wie die Tätowierung wurde auch der tahitianische Tanz von den Missionaren als zu erotisch befunden und konnte bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts nur heimlich ausgeübt werden. Den „Tamure“ tanzt man zu zweit in Tanzbars, während der „Ori Tahiti“, bei dem sich langsame und schnelle Bewegungen abwechseln, in Begleitung von Schlaginstrumenten, Gesängen, Gitarren und Ukulelen von Tanzgruppen aufgeführt wird.
Musik
Kein Besucher kann sich der Musik Französisch Polynesiens entziehen. Bereits bei der Ankunft am Flughafen in Papeete erwartet sie eine kleine Band mit exotischen Instrumenten mit einem Willkommenslied. Beim Frühstück im Hotel, beim Bummel über den Markt oder bei einer Tanzvorführung am Abend – die Melodien und Rhythmen werden auch Sie in ihren Bann ziehen. Die Musik Tahitis und ihrer Inseln ist untrennbar mit den Tänzen verbunden.
Die Musik entsteht aus Instrumenten wie der Ukulele (ein kleines Seiteninstrument), Pahu Trommeln (hergestellt aus dem Stamm einer Kokospalme und der Haut eines Hais), Pu Muscheln (Blasinstrument) und Vivo Nasenflöten aus Bambus.
Französisch Polynesien faszinierte einen berühmten europäischen Musiker so stark, dass er seine Heimat Belgien verließ, um auf den Marquesasinseln zu leben: die Rede ist von Jacques Brel, dem großen Chansonnier, Schauspieler und Kinoregisseur. 1975, nach einer 15 Jahre dauernden Tour durch Konzerthäuser auf der ganzen Welt, ließ sich Brel auf der Insel Hiva Oa nieder. Ganz in der Nähe des Grabs von Paul Gauguin fand Jacques Brel nach seinem Tod am 9. Oktober 1978 auf Hiva Oa seine letzte Ruhestätte.
Tätowierungen
Schon im 13. Jahrhundert berichteten europäische Seeleute vom Brauch des Tätowierens. Unter dem Einfluss der Missionare wurde er verboten, jedoch nie ganz ausgelöscht.
Die fast ausschließlich schwarze polynesische Tätowierung ist ein fester Bestandteil der kulturellen Identität der Maohi. Männer wie Frauen tragen die geometrischen Muster oder auch Pflanzen- und Tiermotive, die oft symbolische Bedeutungen haben, wie einen Körperschmuck. Daher ist die Tätowierung entgegen westlicher Gepflogenheiten dazu bestimmt, gesehen zu werden.
In den letzten Jahren hat sich auf Tahiti und den anderen Inseln eine neue Generation außerordentlich begabter Tätowierer profiliert, die zunehmend von Touristen in Anspruch genommen werden und ihre Kunst neuerdings sogar exportieren, indem sie an ausländischen Messen teilnehmen.
Kultstätten
Magische Atmosphäre liegt über den marae der polynesischen Inseln. Heute sieht man nicht viel mehr als eine mit sehr flachen Steinen gepflasterte rechteckige Fläche. Früher waren die marae Wohnort der Götter und damit Anbetungshaus, Ort für besondere Zeremonie wie die Krönung von Königen und Königinnen und Siegesfeiern, Opferstätte und Versammlungsort für politische und religiöse Treffen.
Zu den berühmtesten marae gehören Taputapuatea in Opoa auf der Insel Raiatea (mit 300 km2 die größte Tempelanlage Französisch Polynesiens) und die Kultstätte nahe des Dorfes Maeva auf der Insel Huahine, wo man zudem steinerne uralte Fischfallen bestaunen kann, die heute noch genutzt werden. Zu den marae-Anlagen gehörten Häuser aus natürlichen Materialien, die heute verschwunden sind. Auch Details der Zeremonien wissen heute nur noch wenige, da in der Vergangenheit Geschichten und Bräuche hauptsächlich mündlich überliefert wurden.
Große marae wurden häufig an der Küste errichtet, kleine befanden sich auch im Inneren der Inseln, wo Stammesangehörige ihre Ahnen verehrten und für Erfolg beim Fischen und Jagen beteten.
Architektur
Die moderne Architektur mit ihren soliden Häusern und der Kolonialstil (große Verandas, Balustraden usw.) machten natürlich auch vor Tahiti und seinen Inseln nicht Halt. Trotzdem blieb die Eigenart der lokalen Architektur erhalten, die man im typisch tahitianischen Baustil der „Fare“ findet. So baute man früher aus pflanzlichen Materialien Fare, die weitgehend nach außen offen waren. Die Wände auf Pflanzenbasis wurden auf Pfählen errichtet. Das Dach wurde mit Pandang oder geflochtenen Kokospalmen (Ni’au) gedeckt.
Wände aus Pflanzen sind heute natürlich eher die Ausnahme, doch Dächer aus Pandang und hölzernen Balken gibt es weiterhin sowohl bei Einfamilienhäusern als auch im Hotelbau, wo diese architektonische Besonderheit gerne eingesetzt wird.
Holz (Mahagoni, Yaka, Tamanu, Litschibaum, Kokospalme, Teak usw.) ist weiterhin stark in der Innendekoration präsent, ebenso wie viele natürliche Baustoffe: Bambus, Perlmutt, Muscheln, Kere (Rinde der Kokospalme), Steine usw. Die junge Generation versucht heute zunehmend, den Geist Polynesiens mit zeitgenössischen Trends zu vereinbaren.
Essen und Trinken
Genießen wird auf allen Inseln groß geschrieben, und die Lebensfreude der Polynesier hängt ohne Zweifel mit dem Überfluss an Früchten der Erde und des Meeres zusammen.
So zählen die kulinarischen Genüsse neben der Musik und dem Tanz zu den wichtigsten Bestandteilen des Insellebens. Die legendären Früchte des Brotbaums, die zahlreichen Bananenarten, darunter die unvergleichliche, orangegelbe „Fei“, und die vielfältigen Knollenfrüchte wie „Taro“, „Tarua“ und „Ufi“ bilden die Grundlage der einheimischen Küche. Und aus Papaya, Mango, Ananas, Wassermelone, Pampelmuse und Limone lässt sich mit etwas Vanille ein leckerer Obstsalat herrichten!
„Vanilla Tahitensis“, die Tahiti Vanille, wird in Französisch Polynesien seit 1880 angebaut, hauptsächlich auf den Gesellschaftsinseln. Das einzigartige Aroma der Tahiti Vanille ergibt sich aus der Tatsache, dass sich die Schote nicht spaltet, wenn sie zur Reife kommt. Dadurch wird die Schote praller, besticht durch starken Duft und ist voller Samen. Die seltene Tahiti Vanille ist berühmt für höchste Qualität, Geschmack und Duft. Die Schote ist geschmeidig, hat eine ölige Oberfläche und einen bezaubernden, einzigartigen Duft.
Fische aller Arten (Tunfisch, Bonitofisch, Mahi mahi, usw.) und Zubereitungsformen (gegrillt, gedünstet, roh) stehen im Mittelpunkt der polynesischen Küche. Doch auch der Verzehr von Fleisch wird dank hochwertiger Importe aus Neuseeland sehr geschätzt. Spezialitäten wie der weltbekannte „rohe Fisch nach Tahiti-Art“ Poisson Cru (in Limone und Kokosmilch eingelegter Tunfisch) lässt uns das Wasser im Munde zusammenlaufen.
Bei Familienzusammenkünften und Festen werden große „Maa Tahiti“ (tahitische Mahlzeiten) veranstaltet. Das Garen der Gerichte (Ferkel, Fisch, Früchte des Brotfruchtbaums usw.) erfolgt in einem Ofen, der direkt in die Erde gegraben wird. Die Lebensmittel werden mit Bananenblättern umwickelt und auf glühende Steine gelegt.
Dazu trinkt man schmackhafte, cremige Kokosmilch. Beim Picknick auf einer der kleinen Laguneninseln wird zuweilen auch ein Strandfeuer angezündet, um den frisch gefangenen Einhornfisch „Ume“ oder kleine Stachelmakrelen zu grillen.
Perlen
In der warmen Südsee ist seit Jahrtausenden eine Muschel heimisch, die nach dem Biologen benannt wurde, der sie 1820 registrierte: „Pinctada margaritifera var. Cumingii“. Diese Muscheln bringt die schwarzen Tahiti-Perlen hervor, die unvergleichliche natürliche Farbtöne annehmen (dank des unversehrten Lebensraum der Muscheln, der Lagune).
Die Perlen sind auf der ganzen Welt zu einem Symbol für Eleganz und Schönheit geworden. Ob sie vollkommen rund oder romantisch birnenförmig sind, ob sie blassgrün, auberginefarben, bläulich, goldbraun, rosa oder einfach mondgrau funkeln, die barocken und zugleich modernen Tahiti-Zuchtperlen bezaubern und schmeicheln dem Blick mit ihrem einzigartigen Glanz.
Kein Besucher möchte auf dieses Souvenir verzichten: Eine prachtvolle oder auch bescheidene Zuchtperle aus Tahiti ist ein bleibendes Symbol, das an traumhafte, flüchtige Augenblicke eines Urlaubs in der Südsee erinnern wird. Welche Frau träumt nicht davon, eine Zuchtperle aus Tahiti zu besitzen, ein märchenhaftes Juwel aus 1001 Nacht, das eine magische Anziehungskraft ausübt und für unwiderstehliche Schönheit und Vollkommenheit steht?
Feste
Nie lässt sich die polynesische Kultur so schön erfahren wie während der großen Festivals. Stürzen Sie sich ins Getümmel und feiern Sie mit!
Das größte und wichtigste Festival Französisch Polynesiens ist das Heiva I Tahiti. Während dieses Kulturfestes finden jedes Jahr im Juli Musik- und Tanzwettbewerbe, Wettkämpfe im Pirogenrudern, im Speerwerfen, im Flechten sowie im traditionellen Handwerk Polynesiens statt. Die geheimnisvolle „Umu Ti“ Zeremonie, der traditionelle Feuerlauf, zieht regelmäßig große Zahlen von Beobachtern an. Lavasteine werden stundenlang über Feuer erhitzt. Nachdem die teilnehmenden Tahitianer die Götter ihrer Vorfahren angerufen haben, laufen sie problemlos barfuß über die glühend heißen Steine! Später stehen die Sportler im Vordergrund. Sie knacken Kokosnüsse um die Wette, klettern in Rekordzeit auf Palmen und stemmen Steine, die bis zu 135 Kilo wiegen. Höhepunkte der Sportveranstaltungen sind die Regatten der Ausleger-Kanus, die von den verschiedenen Inseln entsandt werden. Teams von drei bis sechzehn Personen paddeln über Distanzen von 60 bis 80 Kilometern um den Sieg. Eine weitere populäre Sportart ist das tahitianische Speerwerfen: hier versuchen die Wettkämpfer mit dem Speer eine Kokosnuss zu treffen, die in 30 Meter Entfernung auf einer zehn Meter hohen Stange befestigt ist.
Mit Laternenumzug, Drachen, Kampfsportvorführungen und einem großen Ball feiert die chinesische Bevölkerung im Februar das Chinesische Neujahrsfest. Auch ein Feuerwerk darf nicht fehlen. Das Jahr 2009 steht im Zeichen der Kuh. Etwa 5 Prozent der Einwohner Französisch Polynesiens sind Chinesen.
Im Oktober zieht die Parade des Karnevals am Meeresufer von Papeete entlang. An dieser farbenfrohen Veranstaltung nehmen viele Tausend Leute teil. Außerdem werden Karneval-König und -Königin gewählt.
Zum dritten Mal wird 2009 auf Tahiti „Tattoonesia“ veranstaltet, ein Tattoo-Festival mit Künstlern aus aller Welt, Tattoo-Wettbewerben und großem Rahmenprogramm. Nächster Termin:11. bis 15. November 2009
Inseln und Archipele
Überblick
Französisch Polynesien besteht aus insgesamt 118 Inseln, die sich in fünf unterschiedliche Archipele aufgliedern.
Die Gesellschaftsinseln bilden den Hauptarchipel Französisch Polynesiens. Es umfasst gebirgige, üppig bewachsene Vulkaninseln, die im Schutz vorgelagerter Korallenriffe liegen. Die meistbesuchten Inseln sind Tahiti, Moorea, Bora Bora, Raiatea, Tahaa, Huahine und Maupiti. Die Haupstadt Papeete auf der Insel Tahiti ist politisches und wirtschaftliches Zentrum des Landes.
Der Tuamotu-Archipel ist das größte der polynesischen Archipele. Es liegt nordöstlich von Tahiti und erstreckt sich über ein Meeresgebiet von mehr als 20.000 Quadratkilometern. Zu den wichtigsten Atollen – das sind ringförmige Korallenriffe mit einer zentralen Lagune – zählen Rangiroa, Manihi, Tikehau und Fakarava. Der Archipel ist bekannt für seine phantastischen Tauchgründe und die Zucht der schwarzen Tahiti-Perle.
Der Archipel der Marquesas-Inseln liegt in Äquatornähe. Die Natur der 12 Marquesas-Inseln ist geprägt von steil aufragenden Vulkanbergen, tiefen Schluchten und von schroffen Felswänden. Die wilde Landschaft dieser Inseln, auf denen Pferde und Ziegen frei leben, gehört zu den unvergleichlichen Schätzen Polynesiens. Auch der Maler Paul Gauguin und der Chansonier Jacques Brel haben sich in die Inseln verliebt. Zu den wichtigsten Inseln zählen Nuku Hiva, Ua Pou, Ua Huka und Hiva Oa.
Der Archipel der Gambier-Inseln liegt unmittelbar nördlich vom Wendekreis des Steinbocks. Er besteht aus 14 kleinen, gebirgigen Inseln. Die Landschaft ist geprägt von ausgewaschenen Bergflanken und weitgeschwungenen Buchten. Die Lage weit im Süden führt zu einem kühleren Klima als auf Tahiti. Die Lagunengewässer der Gambier-Inseln stehen im Ruf, die hochwertigsten schwarzen Perlen hervorzubringen.
Zur Inselgruppe der Austral-Inseln gehören fünf gebirgige Vulkaninseln: Rurutu, Tubuai, Rimatara, Raivavae und Rapa. Die Insellandschaft ist geprägt von sanften Bergformen, die im Durchschnitt kaum höher sind als 300 m. Am Wendekreis des Steinbocks gelegen bilden sie den südlichsten Teil von Französisch Polynesien. Das Klima ist kühler und trockener als auf Tahiti.
Gesellschaftsinseln
Der Archipel der Gesellschaftsinseln bildet den Hauptarchipel Französisch Polynesiens. Er besteht aus insgesamt 13 gebirgigen Vulkaninseln – den windzugewandten östlichen und den windabgewandten westlichen Inseln – die im Schutz vorgelagerter Korallenriffe liegen.
Tahiti ist die größte und bedeutendste aller polynesischen Inseln mit ihrer Hauptstadt Papeete, die zugleich Verwaltungssitz ist. Tahiti besteht aus zwei mächtigen Vulkanmassiven: das große, über 2000 m hohe, in Wolken gehüllte Gebirgsmassiv des Orohena im Zentrum von Tahiti Nui, und das kleinere mit dem 1300 m hohen Mairenui in der Mitte von Tahiti Iti. Die beiden durch die Landenge von Taravao verbundenen Halbinseln erinnern an einen smaragdgrünen Kometen im türkisfarbenen Hof ihrer schmalen Lagune.
Zum Archipel der Gesellschaftsinseln gehören außerdem das nur 17 km von Tahiti durch einen tiefen Meeresarm getrennte Moorea mit seinen hoch aufragenden Vulkangipfeln, die sich im ruhigen Wasser der Lagune widerspiegeln, sowie Huahine, eine zauberhafte, wilde, 175 km nordwestlich von Tahiti gelegene Insel, geheimnisvoll mit ihren noch sehr lebendigen Traditionen; Das in einer gemeinsamen Lagune liegende Inselpaar Raiatea und Taha’a, heilige Inseln mit fruchtbaren Tälern und einem herrlichen Wassersportgebiet; Die berühmte Insel Bora Bora, die sich über die fischreichen, unwirklich schönen Gewässer erhebt mit ihren kleinen Inseln und den von weißem Sand und Korallenbänken gesäumten Kokospalmenhainen. Und schließlich die ursprüngliche Insel Maupiti im Herzen ihrer jadefarbenen Lagune.
Tahiti
Die Hauptinsel
Tahiti ist eine Gebirgsinsel, die vom 2241 m hohen Bergs Orohena beherrscht und von den berühmten Kulissen des Bergs Aorai (2066 m), des von Dumont d’Urville benannten Diadème (1321 m) sowie des Bergs Marau (1493 m) flankiert wird. Die an der nordwestlichen Küste gelegene Hauptstadt Papeete verfügt über eine durch den Korallengürtel geschützte Hafenanlage. Das politische und wirtschaftliche Zentrum des Landes erstreckt sich über einen schmalen Küstenstreifen und über die Berghänge im Norden und Westen der Insel.
Die große Halbinsel Tahiti Nui ist kugelrund und massiv, durchzogen von tiefen Tälern. Sie ist mit der kleinen, gleichermaßen bergigen Halbinsel Tahiti Iti durch den engen Isthmus von Taravao verbunden. Dem interessierten Besucher bietet das Gebirge zauberhafte, abwechselnd in Licht und Schatten getauchte Wanderungen in wilden Tälern voller Riesenfarne und imposanter Wasserfälle sowie die Entdeckung geheimnisvoller Höhlen und sagenumwobener, archäologischer Fundstellen. Das Hochtal Papenoo, das zum Pass Maroto und zum Kratersee Vaihrira führt, wo es Ohrenaale gibt, oder das Naturschutzgebiet Fenua ai’here mit den auf der Halbinsel gelegenen Küstenklippen Pari, werden Wanderer und die Liebhaber wilder, unberührter Natur begeistern.
Das felsige Küstengebiet im Osten der Insel hält spektakuläre Landschaften aber auch lange Strände mit schwarzem Basaltsand bereit, mit Wellengängen, die zum Surfen wie geschaffen sind. Die kurvenreiche Küstenstraße führt an üppigen Gärten mit Hibiskushecken, auti (Keulenlilen, auch Cordylines genannt), Bougainvilliers oder Paradiesvögeln vorbei, zuweilen beschattet von majestätischen Brotbäumen, deren Früchte in der Geschichte der Meuterer der Bounty eine entscheidende Rolle spielen.
Unterbringung
Alle Arten der Unterbringung sind vorhanden angefangen bei den Luxushotels mit klimatisierten Räumen und moderner Ausstattung oder an der Lagune gelegenen Bungalows mit herrlichem Blick auf Moorea, bis hin zu den kleinen, familiären Pensionen. Die großen Hotels liegen im westlichen Stadtteil von Papeete am Rand der Lagune, während die Pensionen über die ganze Insel, in der Stadtmitte und in den Bezirken der Halbinsel verstreut liegen. In Papeete stehen Geschäftsleuten einige günstig gelegene kleine Hotels zur Verfügung.
Transportmöglichkeiten
Neben der Autovermietung, deren Schalter am Flughafen, in den großen Hotels und in der Stadt zu finden sind, können Besucher sich auch mit Taxen behelfen. Die Tarife der Taxis sind zwar offiziell reglementiert, aber es ist trotzdem äußerst ratsam, sich vorher nach dem Preis der Fahrt zu erkundigen!
Sehenswürdigkeiten
Das Grab des letzten Königs der Pomare-Dynastie.
Das Haus von James Norman Hall: Es erinnert an die große Zeit im Leben dieses Helden des Ersten Weltkriegs, Abenteurers, Dichters und bedeutenden Schriftstellers der zeitgenössischen amerikanischen Literatur (ein vollständiger zweisprachiger Führer liegt vor und einzelne Führungen können nach Terminabsprache organisiert werden).
Der Taharaa-Pass und seine Orientierungstafel. Der an der Nordküste gelegene Pass bietet ein Landschaftspanorama der Ostküste bis nach Papeete, mit der Gebirgskulisse von Moorea als Hintergrund. Bei Sonnenuntergang ist dieser Ausblick besonders zu empfehlen.
Der Leuchtturm von Pointe Venus. Die Mangarevier erbauten ihn 1867 an dieser Stelle vor dem Hafen der Bucht von Matavai, weil die meisten Entdecker der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts diese bevorzugt ansteuerten, und weil sich dort der Landvorsprung namens „Venus“ befand.Die Bezeichnung stammt von James Cook zur Erinnerung an seinen Auftrag 1769 zu beobachten, wie sich der Planet Venus vor die Sonne schob. Der Leuchtturm überragt auch einen sehr schönen großen Strand mit schwarzem Basaltsand.
Das Paul Gauguin Museum. Eine ausgezeichnete Retrospektive zu Ehren des berühmten Künstlers, seines Lebens und seines Werks…
Das Museum von Tahiti und ihren Inseln. „Te Fare Iamanaha“. Es zeigt das Leben der Polynesier und ihren natürlichen Lebensraum vor der Ankunft der Missionare…
Das Perlenmuseum. Hier entdeckt man die Tahitiperle unter verschiedenen Gesichtspunkten: Kunst, Geschichte, Mythologie, Philosophie, Religion.
Das Rathaus von Papeete im Kolonialstil, dessen Architektur an die des Palastes der Königin Pomare IV erinnert, oder die Rathäuser von Pirae, Faa’a und Arue, die alle typische Beispiele der traditionellen polynesischen und kolonialen Architektur sind.
Der Botanische Garten Harrison W. Smith mit einer großen Vielfalt tropischer Pflanzenarten…
Der Garten von Mataoa mit einer der schönsten Sammlungen von Paradiesvögeln Tahitis sowie weitere exotische Pflanzengattungen. Weitere Informationen: www.tahiti-fleurs.com.
Der öffentliche Nationalpark Papehue Mahana Park mit zahlreichen Wassersportmöglichkeiten: Miete von Tretbooten, Kayaks..
Das Lagunarium, ein regelrechtes Unterwasserobservatorium, das dem natürlichen Lebensraum nachempfunden ist: tropische Fischarten, Haie, Muränen, Aale, Meeresschildkröten, Meeresanemonen…
Die Kathedrale Notre-Dame de Papeete, die 1875 eingeweiht und 1987 restauriert wurde, zeigt ein harmonisches Nebeneinander alter und moderner Glasfenster. Sehenswert sind auch der Mormonentempel von Papeete, die Kirche St Michel de Punaauia, die Kirche Saint-Michel von Papara, die Kirche Saint-Michel von Papeete oder der chinesische Tempel von Mamao mit seinem Pagodendach aus Keramikziegeln.
Der Yachthafen von Papeete, wo die Kreuzfahrtschiffe anlegen und die vielen Segelboote…
Souvenirs
Die Kunstgalerien von Papeete. Dort werden Werke heimischer Künstler ausgestellt und angeboten.
Die Tahiti Perle in allen Variationen: Mit oder ohne Fassung, barock, birnenförmig oder makellos rund, ist sie wohl das typischste Souvenir der Südseeinseln. Die sehr zahlreichen Geschäfte auf Tahiti bieten davon eine große Auswahl in allen Preiskategorien.
Der Pareo in lebhaft bunten Farben mit den typischen Motiven Tahitis und ihrer Inseln. Man findet ihn so gut wie in allen Geschäften und ganz besonders am Rande der Lagune.
Kunsthandwerk, wie Hüte, die prachtvollen Tifaifai, Muschelketten, Perlmutt, poliert oder als Schmuck gefertigt, Flechttaschen, bunt bemalte Tapas (polynesische Stoffe aus Rindenfasern), Zähne von Haien oder Degen von Schwertfischen…
Der öffentliche Markt von Papeete ist das pulsierende Herz der Stadt. Er ist täglich von 5.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet (sonntags von 4.00 Uhr bis 7.00 Uhr) und ist ein Ort tropischer Farbenpracht und warmherziger, polynesischer Geselligkeit. Sehr früh am Sonntag Morgen geht es dort am lebhaftesten zu. Am Nachmittag gegen 16.00 Uhr ist der ideale Zeitpunkt für einen Marktbummel.
Restaurants
Aufgrund der vielen verschiedenen Küchen, die in Tahiti heimisch geworden sind, hat der Gast die Qual der Wahl. Die großen Hotels bieten oft zwei Arten von Speisen, schnelle Gerichte oder gehobene Gastronomie und sie organisieren eigene Abende mit reichhaltigen Buffets und Tanzvorführungen mit den besten Ensembles. Die französische Küche konkurriert mit der chinesischen Küche Kantons. Pizzerien, Snackbars und Fastfood gibt es zu Hauf im Stadtgebiet und rings um die Insel. Eine inseleigene Originalität sind die Imbisswagen (“Les Roulottes”), eine Art rollende Restaurants, die abends auf dem Vaiete Platz ihre Speisen anbieten, manchmal sogar mit Tischen und Stühlen: Sie verkaufen einfache, preiswerte Schnellgerichte bestehend aus Gegrilltem, chinesischen Gerichten, Pizzen oder Crêpes.
Französische und internationale Küche: L’O à la Bouche, Coco’s, Casablanca, La Corbeille d’eau, Le Belvédère, Vaitiare, Auberge du Pacifique, Lycée hôtellier de Tahiti, Le Bougainville, Restaurant Dao.
Italienische Küche: La Romana, Lou Pescadou, Le Vaima, Le Dahlia, Le Dragon d’or, Pitate Mamao.
Vietnamesische Küche: La Saignonnaise.
Sonstige Restaurants auf der Insel: Captain Bligh, Musée Gauguin, Le Nautica, La Papaye verte.
Nachtleben
Papeete hat ein reges Nachtleben. Es gibt dort zahlreiche, auch wochentags geöffnete Bars. Die Diskotheken schließen freitags, samstags und an Feiertagen um 3.00 Uhr, manche sogar um 4.00 Uhr morgens.
Zum Tanzen, Musik hören oder Freunde treffen: leTiffany’s, le Paradise, le Club 106, le Piano Bar, le Manhattan, le Scorpio, le Mana Rock, le Zizou Bar, le Royal Kikiriri, le Morisson’s Cafe, le Saxo, le Rubis, les 3 Brasseurs, le Tikisoft Cafe.
Aktivitäten
Tahiti aus der Luft: Mit dem Hubschrauber Tahiti von oben zu entdecken ist ein atemberaubender Ausflug, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Der Blick auf die Bergspitzen und -zacken aus Basalt, auf die Canyons und die Talkessel, in die sich imposante Wasserfälle stürzen, auf die Ketten von Hochgraten und die Hochplateaus enthüllt ein anderes, geheimnisvolles und faszinierendes Bild des polynesischen Binnenlands.
Inselrundfahrt: Eine einzige, etwa 114 km lange Rundstraße führt um die Insel: von der felsigen, wilden und urigen Ostseite mit Stränden aus schwarzem Sand und idealen Surfbedingungen zu der gemäßigteren Westseite mit stillen Stränden und Lagunen. An vielen Stellen der Rundfahrt lohnt sich ein Aufenthalt, darunter Pointe Venus in Mahina, das Bläserloch (“ Le Trou du Souffleur „) „Arahoho“ oder die drei Wasserfälle von Faarumai in üppig-exotischer Landschaft… An der Westküste lockt der Botanische Garten Harrison Smith oder das Gauguin-Museum auf dem bezaubernden Inselchen (Motu genannt) Ovini. Etwas weiter die dem Besucher zugänglich gemachten tief in den Berg eindringenden Mara’a Grotten mit dem eiskalten kleinen See oder die wieder hergestellte Kultstätte (Marae) Arahurahu, wo einst große religiöse Zeremonien stattfanden.
Safari im Geländewagen und Wanderwege: Wer Tahiti zu Fuß, mit dem Mountain Bike oder dem Geländewagen durch das Papenoo Tal durchqueren möchte, nimmt dazu am besten einen Führer. Der Weg durch das Binnenland führt durch das große Papenoo Tal, mit vielen archäologischen Fundstätten und eindrucksvollen Landschaften mit mächtigen Wasserfällen bis zum Maroto Pass. Durch den Tunnel Maroto führt dann der Weg über den berühmten Natursee Vaihiria hinunter zur Mataiea Ebene.
Die Halbinsel: Tahiti lti kann man zu Fuß durchqueren, vorzugsweise mit einem Führer, da einige Stellen in den Pari-Klippen sehr schwierig begehbar sind. Die Wanderung beginnt gewöhnlich per Schiff bis zu den Felsmalereien von Vaiote und wird dann zu Fuß fortgesetzt.
Der Aufstieg auf den Berg Aorai (2066 m) kann ohne Führer bewältigt werden, da der Pfad gut ausgeschildert und mit ausgebauten Schutzhütten versehen ist. Er beginnt bei 600 m (siehe das Belvedere). Auf dem Gipfel überblickt man alle Gipfel Tahitis, die tiefen Täler mit ihren tausend Wasserfällen, die hoch aufragende Silhouette von Moorea und im Ozean blass schimmernd die kleinen Tupfer Tetiaroa und Maiao. Ein atemberaubender Anblick!
Am felsigen Teil der Küste liegen die Lavatunnel von Hitiaa, die man am besten von einem Führer begleitet im Geländewagen und dann zu Fuß erkunden sollte. Es handelt sich um tunnelförmige geschlossene oder eingestürzte Hohlräume, die so groß wie ein Stollen oder eine Grotte sein können. Das eindringende Sickerwasser sammelt sich manchmal zu Wasserfällen. Die Erkundung der unterirdischen Gänge ist ein aufregendes Erlebnis, nicht nur für die Hobby-Höhlenforscher.
Kleinere Ausflüge
Belvedere. Der Ausgangspunkt zum Aufstieg auf den Berg Aorai ist vom Hamuta Tal in der Gemeinde Pirae aus erreichbar. Von der Terrasse des dort erbauten Restaurants blickt man über das benachbarte Fautaua Tal, die Hafenanlage von Papeete und das Stadtgebiet mit der Insel Moorea im Hintergrund.
Das Hochplateau von Taravao. Allemal lohnend ist auch dieser auf der Halbinsel von Tahiti gelegene Aussichtspunkt. Der Aufstieg zum Hochplateau von Taravao mit seinen fast an die Normandie erinnernden Landschaften führt zu einem dort angelegten Beobachtungspunkt, von dem aus der Blick über die beiden Seiten der Landenge, die beiden Buchten und die wuchtige Masse von Tahiti Nui schweift.
Der Golfplatz von Atimaono. Auf dem wunderschönen Anwesen einer ehemaligen Zuckerrohrplantage und Rumbrennerei entstand dieser Golfplatz mit 18 Löchern. Man spürt dort noch die Nostalgie der großen Kolonialzeit, auch wenn das weiße Haus, das der Pflanzer Stewart 1865 dort erbaute, heute nicht mehr existiert.
Aktivitäten zu Wasser
Segeln: Der Yachtclub von Tahiti ist in Arue und verfügt über eine eigene Marina und eine Segelschule. In Punaauia, ganz in der Nähe der großen Hotels, liegt die Marina Taina, wo größere Schiffe anlegen. Manche davon bieten Törns für Hochseefischer oder Kreuzfahrten. In nächster Nähe der Hotels der Westküste und des Yachtclubs von Arue sind die Taucherclubs. Auch alle anderen Möglichkeiten an Wassersportvergnügen sind vertreten, besonders im Bereich der großen Hotels: Wasserski, Jetski, Windsurfen, Parasailing
Surfen: Das Wellenreiten, seit Urzeiten die traditionelle polynesische Sportart, besitzt nicht umsonst weltweit einen hervorragenden Ruf. Tahiti ist eines der großen internationalen Wettkampfzentren, das sich mit den besten der Welt messen kann. Die prachtvollen, für ihre Tunnel berühmten Wellen des Teahupoo Spot, haben schon die besten Surfer der Welt ins Schwärmen gebracht. Weniger Tollkühne kommen mit denen von Papara oder der Riffpassage von Taapuna an der Westküste von Mai bis November oder der Brandung von Papenoo an der Ostküste von November bis März auf ihre Kosten.
Tauchen: Taucher beeindruckt die Unterwasserwelt Tahitis mit ihrer atemberaubenden Vielfalt und Schönheit: schwindelerregende, mit Korallentieren bedeckte Steilwände, Wracks und Korallengärten bieten ideale Bedingungen, für die verschiedenen Tauchausbildungen mit den entsprechenden Prüfungen: C.M.A.S. und P.A.D.I. Besonderheiten: Wale von Juli bis November, Haie ganzjährig an bestimmten Stellen, Wracks, z.B. ein 1976 gesunkener hölzerner Schoner und ein 1962 gesunkenes Wasserflugzeug des Typs Catalina, mit Korallentieren bewachsene Steilwände und Spalten rund um die Insel Tahiti. Weitere Informationen: www.diving-tahiti.com
Moorea
Die Zauberhafte
Moorea, die „Schwesterinsel“ Tahitis, ist ein geschichtsträchtiges Land voller Legenden. In der Überlieferung heißt es, Moorea sei die Rückenflosse des großen Fischs Tahiti gewesen. Es wird berichtet, dass der Gott Hiro sich den Berg Rotui zu eigen machen wollte, den schönsten Ort der Insel. Dort rasten die Geister der Toten, bevor sie zu ihrem Endziel aufbrechen. Er wollte ihn eines Nachts heimlich stehlen, um ihn zu sich nach Raiatea mitzunehmen. Doch schlug ihn der Krieger Pai in die Flucht, indem er seine Lanze nach ihm schleuderte. Diese bohrte sich durch den anderen berühmten Berg der Insel, der seitdem Moua Puta, „durchlöcherter Berg“, heißt. Das Loch ist heute noch zu sehen.
Die bildschöne, nach dem Seefahrer Cook benannte Bucht wird umrahmt von einer Kette zackig Bergspitzen, zu denen auch der reizvolle Rotui gehört und ihre Zwillingsbucht Opunohu, in deren dunklen Wassern sich die steil aufstrebenden Berge spiegeln, sind nach wie vor ein Anziehungspunkt für Künstler, Feingeister und Philosophen aus der ganzen Welt.
Nachdem einem Hohepriester im Traum eine große, schöne gelbe Eidechse erschienen war gab dieser der Insel, die früher „Aimeo“ genannt wurde, den Namen Moorea. Moorea war ein bedeutender Sitz der königlichen Familie Pomare und das Zentrum der Verbreitung des Protestantismus. Dort wurde im 19. Jahrhundert die erste Bibel in tahitianischer Sprache gedruckt.
Landschaft und Geschichte sind aber nicht die einzigen Anziehungspunkte der Insel, die auch für ihre Lebensfreude und die köstliche Ananas berühmt ist. Die zahlreichen weißen Sandstrände, die vielfältigen Korallengärten und die reiche Unterwasserfauna machen sie zu einem bevorzugten Reiseziel. Moorea ist hauptsächlich am Rand der Lagune mit Hotels und Pensionen aller Preisklassen versehen. Es gibt unzählige Restaurants und Snackbars, die häufig den typischen und unverzichtbaren a’hima’a, das tahitianische Schmorgericht aus dem traditionellen Erdofen, anbieten.
Transportmöglichkeiten
Neben der Autovermietung, deren Schalter am Flughafen, in den großen Hotels und in der Stadt zu finden sind, können Besucher sich auch mit Taxen behelfen. Die Tarife der Taxis sind zwar offiziell reglementiert, aber es ist trotzdem äußerst ratsam, sich vorher nach dem Preis der Fahrt zu erkundigen!
Sehenswürdigkeiten
Kunstgalerien und Kunsthandwerk: Moorea hat Künstler und Poeten der ganzen Welt in seinen Bann gezogen. Die zahlreichen Galerien der Insel zeigen sowohl die Lebensfreude als auch die Geheimnisse der Insel. Beispiele sind die Galerie API in Haapiti, die Arts Polynésiens im Zentrum Le Petit Village in Haapiti, die Galerie Van der Heyde in der Cook-Bucht, das Atelier Jeanne Shelsher im Belvedere.
Das Haus der Natur von Mou’a Roa: Um zum Haus der Natur zu gelangen, macht man am besten zu Fuß einen herrlichen Spaziergang durch das ins Grüne gebettete Vaianae-Tal und erreicht das herrliche Haus aus der Zeit der vorletzten Jahrhundertwende mit zwei Flüssen, tropischen Blumen und einheimischen Wäldern in unmittelbarer Nähe. Versäumen Sie auch nicht, die hausgemachten Konfitüren, den Honig und die Trockenfrüchte zu probieren.
Moorea Delfin-Zentrum: Alle Vorführungen enthalten einen interaktivenTeil, der im Wasser zusammen mit den Delfinen ausgeführt wird, ergänzt durch eine Informationsveranstaltung, in der die Säugetiere des Meeres vorgestellt und der Schutz ihres Lebensraums erläutert wird.
Tiki Village: Das Polynesien von einst lebt im Kunsthandwerk der Dorfbewohner weiter. Körbe, geflochten aus Kokospalmenblättern, kunstvoll gewundene Farn- und Blumenkränze, Holzschnitzereien oder handbemalte Pareos… all dies kann man in diesem Dorf kaufen. Oder man isst begleitet von Tanzeinlagen und Aufführungen von Feuertänzern zu Mittag, fährt in der Piroge auf der Lagune spazieren oder besucht eine Schauperlenzucht mit Ausstellung und Einkaufsmöglichkeiten. Einzigartig ist das immer am Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag Abend stattfindende Abendessen mit dem typischen tahitianischen Schmorgericht „a’hima’a“ und der großen Tanzvorstellung (60 Tänzer und Musiker). Sogar heiraten auf polynesische Art kann man hier nach vorheriger Terminabsprache.
Die Minibahn von Moorea: Gruppenexkursionen mit Reservierung. Man kann die Bahn stundenweise, halbe oder ganze Tage mit folgenden Möglichkeiten mieten: Mahlzeiten auf Bestellung (Lunch, Grill, ma’a tahiti…), Baden an einem Privatstrand mit Dusche, Toiletten, Restaurant und Snackbar. Eigenes Programm nach Belieben
Distillerie und Fruchtsaftfabrik: Kosten Sie Liköre aus exotischen Früchten, Säfte und verschiedene alkoholische Getränke, kandierte Früchte und Süßwaren.
Fare Vanille: Entdecken Sie den einzigartigen Duft der Vanille von Tahiti, die „Vanilla Tahitensis“, nach alter Tradition sonnengetrocknet und verarbeitet (Schoten, Pulver, Zucker).
Roonui Tatoo: Der Tätowierer Roonui ist der Pionier, der mit viel Kreativität die alte polynesische Tradition des Tätowierens wieder aufleben lässt.
Souvenirs
Auf Moorea gibt es viele gute Kunsthandwerker, deren Arbeiten in den Hotelboutiquen sowie überall auf der Insel angeboten werden. Sie haben die Auswahl zwischen prachtvollen Pareos, Bademode, Kleidung aller Art für die Stadt, den Abend oder den Strand, schwarzen Perlen und verschiedenen anderen Souvenirs. Der Markt von Moorea in Pao Pao bietet Kunsthandwerk höchster Qualität (Hüte, Taschen, aus Panandus und Kokosblättern geflochtene Körbe, usw…).
Entspannen
Die Wellness-Zentren der Insel warten in einem natürlichen Ambiente mit Körper- und Schönheitspflege sowie mit Entspannung auf. Wohlbehagen, Ruhe und Beschaulichkeit sind garantiert.
Restaurants
Üppige Frühstücksgelage auf blumengeschmückten Pirogen, prachtvolle Picknicks auf traumhaften kleinen Inseln, elegante Barbecues am Strand mit Fischen frisch aus dem Meer, nicht zu vergessen den rohen Fisch à la tahitienne, der inzwischen weltbekannte in Limonensaft marinierte und mit Kokosmilch servierteTunfisch – ein unvergesslicher Genuss für Leib und Seele in gastlicher polynesischer Atmosphäre. Ein Höhepunkt ist das traditionelle Festessen „ahima’a“, das tahitianische Schmorgericht aus dem Erdofen: Zwischen Bananenblättern gut verpackt werden im Sand unter der Glut Fische, Spanferkel und andere schmackhafte, feinwürzige Speisen geschmort. Zum Beispiel auch die delikaten „po’e“, eine Art Kompott aus heimischen Früchten, die in beschwingter Stimmung bei Gesang, Tanz und dem Klang der Trommeln besonders gut schmecken.
Französische und internationale Küche: Le Cocotier, Le Papayer, Le Pécheur, Les Nouveaux Mondes, Le Bateau, La Plantation, Le Pitcairn, Chez Michèle, Pizzeria La Motu, Chez Vina, La Maison de la nature du Mou’a Roa, Chez Capo, Chez Jean-Pierre, Le Motu Moea.
Wanderwege
Durchquerung von Moorea von Vaiare nach Paopao Zu Fuß, möglichst nutzt man das Wissen eines Führers. Der spärlich ausgeschilderte Weg führt durch Ananasplantagen und andere Felder mit Früchten bis zum Vorgebirge des Tearai und des Hochgrats, der ihn vom Berg Mouaputa trennt. Der Panoramablick von dort oben entschädigt vollauf für die Mühen des Aufstiegs. Von dort geht der Weg recht schnell durch einen Bambuswald und feuchtes Unterholz ins Tal von Paopao.
Der Pass der drei Kokospalmen: Zu Fuß, vorzugsweise mit einem Führer, da man sich dort leicht verirren kann. Der Wanderweg beginnt an der Kreuzung der Binnenstraße von Paopao und der von Opunohu, die sogenannte „Route des Ananas“. Der wenig markierte Weg führt durch mehrere Flüsse in den Mape-Wäldern, einer Art tahitianischen Kastanienbaums und deren Unterholz, und geht dann über das Vorgebirge bis zum Bergkamm. Auf dem einst für seine drei Kokospalmen berühmten Pass steht heute nur noch ein Exemplar. Der Ausblick ist atemberaubend mit den beiden Buchten und dem gesamten Bergpanorama Mooreas im Vordergrund und im Hintergrund der Bergkulisse der Nachbarinseln.
Das Loch des durchbohrten Bergs: Mouaputa zu Fuß, möglichst mit einem Führer und nicht ratsam für Personen, die nicht schwindelfrei sind. Die Route geht über den Wanderweg zu den zwei Wasserfällen von Afareaitu durch farnbestandenes Unterholz und einen skurrilen Mape-Kastanienwald gefolgt von einem zweistündigen Aufstieg bis zum Grat. Über eine Stunde wandert man vorsichtig den unwegsamen Grat entlang, um auf die Plattform über dem Loch zu gelangen, zu dem man sich mit einem Doppelseil abseilt. In dem nur vier Meter breiten Loch kann man sich nur rittlings sitzend halten. Der Abstieg dauert ebenfalls drei Stunden.
Der Rotui Berg (900 m): nur für erfahrene Bergsteiger mit einem Führer. Der Aufstieg ist sehr steil und der vierstündige Marsch auf dem Bergkamm voller gefährlicher Stellen. Der Blick über die umliegende Landschaft ist unbeschreiblich: ein erloschener Krater überragt von den Bergen Tohivea und Mouaputa, mit den beiden Buchten am Fuß des Berges und Tahiti in der Ferne.
Der Mou’a Roa: überragt das noch unberührte prachtvolle Vaiana-Tal. Ein Ausflug ins Grüne par excellence, die Lust auf die Entdeckung der Flora und Fauna in freier Natur auf den Pfaden der Insel macht. Ein außergewöhnlicher Tag inmitten des unberührten Tals und ein ganz besonderes Erlebnis in diesem Pol der Ruhe.
Marathon
Der auf der Insel Moorea stattfindende Tahiti Nui Sunrise Marathon wird von Fachleuten als einer der schönsten der Welt bezeichnet (über 635 Teilnehmer aller Nationalitäten). Die aus der ganzen Welt angereisten Athleten können auch während der einwöchigen für sie organisierten Freizeit entspannen und den außergewöhnlichen Rahmen der Veranstaltung genießen: Kunsthandwerk, kulturelle Veranstaltungen, traditionelle Sportarten. Die Website dazu: www.tahitimarathon.com
Wassersport
Die große Bucht von Moorea ist eine unerschöpfliche Quelle für alle Arten von Wassersport. Die wichtigsten Zentren sind auf dem Gelände der großen Hotels oder in ihrer Nähe zu finden und bieten: Bootsausflüge in die Lagune, Jetski-Vermietung, Wasserski, Gleitschirmfliegen, Aquaskop, Picknick auf einem Motu (kleine Insel) usw…. Die Freunde des Hochseefischens und der Segeltörns auf offenem Meer können Schiffe oder Katamarane tageweise mieten, um ihrem Hobby zu frönen. Auch Surfen ist möglich, insbesondere in den Wellen der Riffpassage Matauvau in Haapiti oder in der vor dem Dorf Athia.
Tauchen: Die Tauchplätze sind zahlreich und vielfältig. Moorea ist für das „shark feeding“, das Füttern der Haie, in seinen Lagunen bekannt, ein von mehreren Tauchclubs organisiertes Schauspiel, das Unterwasserfans immer wieder spannende Augenblicke beschert. Nicht selten trifft man auf einen Grau-, Zitronen- oder Schwarzflossenhai unter den Zackenbarschen, Schmetterlings- und Doktorfischen… Nicht zu vergessen die Muränen und die majestätischen Leopardenrochen. Die Steilwände der Riffs halten wieder andere Überraschungen bereit, eine farbenfrohe Auswahl bunter Schwämme und Korallenrosen. Besonderheiten: Wale von Juli bis Oktober; Haie – besonders Zitronenhaie – ganzjährig; Meeresschildkröten ganzjährig; Regenbogenstachelmakrelen ganzjährig.
Delfin- und WalbeobachtungWilde: Delfine und Wale kann man mit dem Team des Meeresbiologen Dr. Michael Poole auf einer Exkursion entdecken. Auch langschnäuzige Delfine oder Rundkopfdelfine sind darunter und von Juli bis Oktober bekommt man die großartigen Riesen, die Buckelwale zu sehen. Die Delfine kommen sehr nahe an das Schiff heran und sind oft sehr lebhaft. Die Passagiere sind deshalb gut beraten einen Fotoapparat oder eine Kamera mitzunehmen. Während der Delfinsuche erläutert der Meeresforscher seine neuesten Erkenntnisse über das erstaunliche Meeressäugetier und seine komplexe Gesellschaftsstruktur. Kontaktieren Sie hierfür die Firma Iaora Tahiti Eco Tours (www.iaora.com).
Tetiaroa
Die Vogelinsel
Das Tahiti am nächsten liegende Atoll, die ehemalige königliche Residenz der Pomare-Dynastie, hatte es dem berühmten Schauspieler Marlon Brando so sehr angetan, als er den Film „Die Meuterei auf der Bounty“ auf Tahiti drehte, dass er es 1966 kaufte.
Das Atoll liegt in geschützter, bevorzugter Lage und verfügt über eine hinreißende, glitzernde Lagune. Die meisten der kleinen Inseln beheimaten ganze Vogelkolonien, besonders das Vogelparadies Tahuna Iti, die Vogelinsel, wo sich schwarze Fregattenvögel mit rotem Brustgefieder, typische Tropenvögel wie Phaetons oder Paille-enqueue, Brauntölpel und andere Sturmvogelarten ungehindert tummeln und vermehren.
Auch die dortige Unterwasserfauna und die wunderschönen malvefarbenen Korallen der Lagunen sind einen Ausflug wert. Tetiaroa kann in einem Tagesausflug mit folgenden Charter-Gesellschaften aus Tahiti besucht werden: Tahiti Cruise, l’Escapade und Jet France.
Das neue Hotel „The Brando“
Auf Tetiaroa, dem Atoll, das Marlon Brando gehörte, haben konkrete Planungen für die Bauarbeiten für das 30-Bungalow-Luxus-Hotel „The Brando“ begonnen, das 2008 eröffnen soll. Es war der Wunsch des im Juli 2004 verstorbenen Schauspielers Brando, dass ein neues Hotel Projekt das empfindliche Öko-System des Atolls respektieren und schützen solle. Das Hotel wird auf dem Motu (kleines Inselchen) Onetahi entstehen, das sich innerhalb der Lagune von Tetiaroa befindet. Das restliche Atoll wird komplett zum Naturreservat ernannt. Tetiaroa liegt circa 42 Kilometer nördlich der Insel Tahiti, der Flug von der Hauptinsel Französisch Polynesiens dauert nur etwa 20 Minuten.
Für die 30 Luxus-Bungalows in traditioneller Bauweise werden überwiegend natürliche Materialien verwendet. Es wird keine Overwater-Bungalows geben, was dem Trend in Polynesien entgegen steht, bei allen neuen Hotels zumindest einige Zimmer direkt über der Lagune zu errichten. Auch dieser Verzicht soll dem Schutz der Lagune Tetiaroas dienen. Jeder Bungalow wird rund 840.000 Euro kosten. Damit wird „The Brando“ das Hotel Französisch Polynesiens werden, das pro Einheit am meisten gekostet hat.
Huahine
Der Garten Eden
Geheimnisvoll oder rebellisch, es mangelt nicht an Adjektiven, um die ursprüngliche, reizvolle Natur dieser für ihre wilden Krieger und ihren Widerstand gegen Veränderungen bekannten Insel zu beschreiben.
Die beiden Inseln, aus denen sie besteht, Huahine Nui im Norden und Huahine Iti im Süden, sind durch eine enge Fahrrinne voneinander getrennt, die der Gott Hiro persönlich mit seiner Piroge eingekerbt haben soll. Sanft geschwungene Berge und Buchten mit schönen weißen Sandstränden zeichnen die Insel aus. Die in der Lagune verstreuten kleinen Inseln werden für den Melonenanbau genutzt, während die mannigfaltigen Feldfrüchte und das Obst hauptsächlich auf den fruchtbaren Böden der Hauptinseln angebaut werden.
Huahine besitzt auch eine der größten und best erhaltenen archäologischen Fundstätten: den Marae von Maeva, eine Anlage mit mehreren großen Kultstätten am Fuß des Bergs Mouatapu, am Ufer des Faune Nui Sees. Viele Legenden ranken sich um die vom Gott Hiro begehrte Insel, die die Wahlheimat vieler Künstler auf der Suche nach ihren Wurzeln geworden ist.
Raiatea
Die Heilige Insel
Vom gleichen Korallenriff eingeschlossen wie die Insel Tahaa, von welcher Raiatea durch einen, vom Geist einer Prinzessin besessenen, Aal getrennt wurde, zieht die heilige Insel den Besucher mit der Magie zahlloser Legenden in ihren Bann. Nicht umsonst gilt sie als die eigentliche Wiege der Zivilisation Polynesiens. Zahlreiche Kultstätten, wie die von Taputapuatea bezeugen dies. Zur Zeit der Ankunft der Europäer war dieses Heiligtum der Sitz der religiösen und politischen Macht über ganz Polynesien. Hier liegt das Herz dieser Zivilisation.
Vom Krater Faaroa über den gleichnamigen und einzigen schiffbaren Fluss der Gesellschaftsinseln, bis zu den zahlreichen Wasserfälllen und den Gipfel des Temehani, wo die seltene „tiare apetahi“ wächst (nur hier wachsende Gardenienart), gibt es eine große Auswahl an Ausflügen, um die majestätischen Berge der zerklüfteten Insel zu erkunden.
Raiatea ist auch bei Tauchern beliebt, die dort in der Nähe des Korallengürtels wunderbare Unterwassergärten vorfinden. Zahlreiche Riffpassagen, durch die die Schiffe vom offenen Ozean in die Lagune einfahren können, und ideale Wetterbedingungen sorgen dafür, dass aus Raiatea ein Zentrum für Seefahrt und Wassersport geworden ist.
Tahaa
Die Vanille Insel
Tahaa ist ein zauberhaftes Paradies mit einer smaragdfarbenen Lagune, umgeben von kleinen Inseln mit herrlichen weißen Sandstränden. Die Insel ist ein erloschener, vom 598 m hohen Berg Ohiri beherrschter Vulkan mit einer traumhaften Aussicht. Die zahlreichen durch tiefe Taleinschnitte entstandenen Einbuchtungen sind typisch für die wilde Insel, die auch für ihre malerischen archäologischen Fundstätten bekannt ist, verborgen unter Kokospalmen, Farnen und blühenden Gräsern, die bis hinauf zu den Hochgraten wachsen.
Tahaa wird auch Vanilleinsel genannt, aufgrund der wertvollen Orchideenart, die dort in zahlreichen Plantagen gedeiht. Der betörende Duft der Schoten durchdringt die Insel, das Lagunenufer und die kleinen, hibiskusgesäumten Dörfer, die in die Hügel eingebettet sind.
Die in allen saphir- und smaragdfarbenen Schattierungen schimmernde Lagune ist ein Paradies für Taucher und Segler. Sie ist mit dem Ozean durch zwei breite Riffpassagen verbunden, wo sich Tummler ihres Lebens freuen.
Vanille
Tahaa erzeugt 80% der in Französisch Polynesien geernteten Vanille. Ein reiches Ausflugsangebot zum Thema Vanille erläutert dem Besucher die verschiedenen Reifestadien der „Vanilla Tahitensis“. Die Pollenbestäubung der Blumen sowie das Trocknen und Sortieren der Schoten.
Bora Bora
Perle des Pazifiks
Ein erloschener Vulkan inmitten einer der schönsten Lagunen der Welt, das ist Bora Bora, die „Perle des Pazifiks“, die Trauminsel schlechthin. Drei Berge bilden ihre stolze Silhouette, dessen höchster der 727 m hohe Otemanu ist, dicht gefolgt vom sagenumwobenen Pahia.
Die Insel rühmt sich auch ihrer einstigen ausgeführten Kriegszüge und ihre ehemalige Herrschaft über Raiatea, seit jeher ihre Rivalin. Die großzügige Natur schenkt der Insel eine Lagune glasklaren Wassers von unbeschreiblicher Schönheit, gesäumt von einer Kette kleiner, paradiesischer Inseln. Auf einem dieser Motus liegt der Flugplatz, auf anderen stehen Luxushotels. Eine Ausnahme bildet das Motu Toopua mit einem über 100 m hohen Hügel mit großen „klingenden Blöcken“ darauf, genannt die „Glocken des Hiro“.
Die Anziehungskraft Bora Boras ist ungebrochen. Viele Kunstmaler, Schriftsteller, Philosophen und Genießer folgen auch heute noch den Spuren von Alain Gerbault, Herman Melville oder Paul-Emile Victor.
Sehenswürdigkeiten
Haie und Rochen füttern Wenige haben die Möglichkeit, eine Mahlzeit mit Rochen oder Haien zu teilen. Es ist hier ganz gefahrlos möglich, den Meerestieren Futter zu bringen, sowohl für Anfänger als auch für geübte Taucher.
Eine der schönsten Lagunen der Welt erkunden Die Lagune von Bora Bora hat den Ruf, die schönste der Welt zu sein. Sie ist ein von der Natur geschaffenes, vielfarbig leuchtendes Schwimmbad, in dem alle Wasservergnügen möglich sind: Tauchen, Segeln, Jetski oder Spazierfahrten in der Piroge – Bora Bora schenkt es Ihnen zusammen mit ein paar unvergesslichen Sonnenbädern an den weißen Sandstränden von Matira oder auf den kleinen über das kristallklare Wasser der Lagune verstreuten Inseln.
Maupiti
Die Insel der „Penu“
Maupiti, Raiatea und Tahaa sollen drei Schwesterninseln gewesen sein, die Maupiti ausstießen, weil sie eine gar zu verführerische Rivalin für die beiden anderen war und damit den poetischen Namen „Maurua i te ra“ wohl zu Recht annahm. Mit ihrer Schönheit und Echtheit ist und bleibt sie eine der faszinierendsten Inseln des Archipels.
Die in der Mitte der Lagune liegende Maupiti besteht aus drei zwischen 250 und 380 m hohen Bergen und ist von fünf kleinen Inseln umgeben. In die Lagune führt nur eine einzige schmale Riffpassage, die bei starkem Seegang als gefährlich gilt. Mit ihrem kristallklaren Wasser, in dem die Sandbänke Arabesken zeichnen, kann sich die Lagune an Schönheit mit Bora Bora messen. Die zahlreichen makellosen Strände wechseln mit zerklüfteten Felsen im Schatten der Kokospalmen ab. Die Strände der Nachbarinselchen liegen neben Melonenplantagen welche neben Kopra die Haupteinnahmequelle der Insel sind.
Auch hier hat die Geschichte einige sagenumwobene Spuren hinterlassen. Und die Liebe der Bewohner zu ihrer Insel, ihr angeborener Sinn für Gastlichkeit, machen aus der „Insel der penu“ (Steinstößel) zusammen mit den Naturschönheiten ein paradiesisches Urlaubsziel.
Reiseplanung
Einreisebestimmungen
Für die Einreise nach Französisch Polynesien sind beachten Sie bitte die folgenden Einreisebestimmungen.
WICHTIGER HINWEIS:
Ab dem 12.01.2009 gelten neue Visa Bestimmungen für die Anreise bzw. den Transit in den Vereinigten Staaten von Amerika
REISEPASS
Deutsche und österreichische Staatsbürger benötigen für die Einreise nach Französisch Polynesien bei einem Aufenthalt von bis zu drei Monaten kein Visum. Der Reisepass muss ab dem Einreisedatum noch mindestens sechs Monate Gültigkeit haben. Bitte informieren Sie sich vor der Einreise rechtzeitig über die Pass-, Visa- und Zollbestimmungen.
NEUE EINREISEBSTIMMUNGEN zur VISUMFREIEN EINREISE in die USA
Ab 12. Januar 2009 ist eine Online-Registrierung für Reisen in die USA erforderlich: Wenn Sie unter dem „Visa Waiver Program“ visumfrei in die USA einreisen möchten, müssen Sie sich online über das „Electronic System for Travel Authorization“ – kurz „ESTA“ genannt – registrieren. Sie sollten sich mindestens 72 Stunden vor Abflug registrieren, um die Genehmigung der Behörden rechtzeitig zu erhalten. Tahiti Tourisme empfiehlt, einen Ausdruck dieser Genehmigung bei der Reise mitzuführen.
ESTA Registrierung
Die ESTA-Registrierung steht Ihnen bereits jetzt kostenfrei zur Verfügung. Die erforderlichen Angaben entsprechen denen des Formulars I-94W, das auch weiterhin an Bord auszufüllen ist.
Quelle: www.tahiti-tourisme.de











































